LAGE: Im Nordwesten Südamerikas.
GRENZEN: Ecuador liegt gleichzeitig auf der nördlichen und auf der südlichen Erdhalbkugel. Das Land grenzt an Peru im Süden und Osten, an Kolumbien im Norden und an den Pazifischen Ozean im Westen
BEVÖLKERUNG: 12.6 Millionen Einwohner. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt an der Küste, weniger als die Hälfte lebt in der Sierra und nur 700 000 Einwohner leben im Dschungel. Annähernd 17 000 Einwohnern bevölkern die Galapagos Inseln.
WÄHRUNG: Im Jahre 1999 wurde der Dollar zur Nationalwährung und ersetzte den Sucre.
RELIGION: 95 % Römisch-katholisch (nicht Praktizierende einbezogen)
FLÄCHE: 256 370 Quadratkilometer.
GEOGRAPHIE: Das Land ist geographisch in vier Regionen unterteilt
GESCHICHTE: Die ersten Menschen erreichten Ecuador wahrscheinlich im Jahre 12 000 v. Chr. Diese Theorie setzt vorraus, dass diese Menschen aus Asien kamen. Spuren der Existenz dieser ersten Siedler sind in Llalo in der Nähe von Quito zu finden.
Aus den gefundenen Spuren lässt sich schlieβen, dass diese Menschen soziale Organisationen mit eigenen Glaubensriten und Zeremonien entwickelt hatten und dass ihre wirtschaftlichen Aktivitäten hauptsächlich auf der Jagd, dem Sammeln und der Landwirtschaft basierten.
Im 15. Jahrhundert war Ecuador genau wie die anderen Staaten der Andenregion Sitz des Inka-Reiches. Die Inkas kamen von Peru aus nach Ecuador und eroberten ein groβes Territorium von Kolumbien im Norden bis nach Chile im Süden. Diese Gebiet war als Tahuatinsuyo bekannt. Das Reich konnte sich jedoch nicht lange halten, da die Spanier in Jahr 1533 nach Ecuador gelangten. Diese Zeit war geprägt von heftigen Kämpfen zwischen den Spaniern und den Inkas, die sich den Eroberern widersetzten. Da das Inka-Reich jedoch schon durch interne Streitigkeiten geschwächt war, konnten die Spanier es ohne groβe Mühe besiegen. Für die Spanier war Ecuador ein Land voller Reichtum, erobert im Namen der Krone. Francisco Pizarro und Diego de Almagro, die die indianische Bevölkerung in brutaler Art und Weise unterwarfen, waren die Hauptprotagonisten der Zeit. Die Spanier bedienten sich verschiedener Strategien, wie zum Beispiel der Indoktrination der einheimischen Bevölkerung und der Aufhetzung verfeindeten indianischer Stämme.
Die Spanier stellten im Jahre 1563 die Herrschaft von Quito her, ein umfangreiches Gebiet welches das heutige Kolumbien, Ecuador und Peru beinhaltete. Bis 1700 war dieses Territorium Teil des Königreiches Peru, und wurde daraufhin unter die Oberhoheit Nueva Granada gestellt. Sozialer Zerfall gewann in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts an Ausmaβ. Das koloniale System zerfiel wahrscheinlich auf Grund der Beendigung der Silberproduktion in Potosi. Dadurch nahm die Textilproduktion rapide zu und die Macht der privaten Elite wurde durch neue Reformen eingeschränkt.
Mit der Hilfe von Simon Bolivar und Antonio José de Sucre gewann Ecuador im Jahre 1822 seine Unabhängigkeit. Simon Bolivar baute eine neue Nation, bestehend aus allen Andengebieten, auf: Groβkolumbien. Diese Nation zerfiel jedoch schon nach acht Jahren. Nach dem Niedergang Groβkolumbiens wurde 1830 Ecuador gegründet. Seitdem hat der politische Konflikt die Republik gekennzeichnet. Der neue Staat war nicht fähig die unterschiedlichen Regionen zu integrieren. Die Sierra und die Küstenregion entwickelten sich auf unterschiedliche Art und Weise. Auβerdem formten sich autonome lokale Organisationen, die den Konflikt mit dem Zentralstaat suchten und ihre eigenen Ressourcen verwalteten.

ÖKOLOGIE: Ecuador ist eins der 17 biologisch vielfältigsten Länder der Erde. Die drastischen klimatischen und landschaftlichen Unterschiede haben zur Entwicklung einer einzigartigen Flora und Fauna geführt. Trotz seiner kleinen Fläche, beherbergt Ecuador Regenwälder, den Dschungel, die Berge, Inseln, Wüsten, Täler und schneebedeckte Gipfel. Eine der Hauptattraktionen dieses Landes ist das Galapagos Archipel und sein Seereservat, in dem viele einzigartige Tier- und Pflanzenarten zu finden sind. Annähernd 4 669 871 Hektar Land und 14 110 000 Hektar Meer sind als Nationalparks und Ökologische Reservate geschützt.
KULTUR: Ecuador ist ein multikulturelles und multiethnisches Land. Viele einheimische Stämme leben in allen Teilen des Landes und halten ihre eigenen Traditionen und Lebensstile aufrecht. Die folgenden sind die wichtigsten einheimischen Gruppen im Amazonas: Huaoranis, Achuar, Shuar, Cofán, Siona-Secoya, Shiwiar, und Záparo. Die wichtigsten einheimische Gruppen in der Sierra sind die Quichua, Cañaris und Saraguros. An der Pazifikküste leben die Chachis, Cayapas, Tsáchilas und Huancavilcas. Die Städte des Landes sind hauptsächlich von Menschen gemischter Herkunft, Weiβen und Afro-Ecuadorianern bevölkert, obwohl viele der Einheimischen vom Land in die Stadt gezogen sind. Dies hat Probleme, unter anderem das Anwachsen der Slums, Mangel an Wohnungen und Schulen, Arbeitslosigkeit, und Kriminalität verursacht.
WETTER: Auf Grund der geographischen Vielfalt, verursacht durch die Höhenunterschiede der Anden, die Nähe des Äquators und die klimatischen Einflüsse des Pazifischen Ozeans sind in Ecuador unterschiedliche Klimata und Mikroklimata zu finden. Die Pazifikküste erfährt von Dezember bis Mai eine Regenzeit und ist von Juni bis November durch trockenes Klima geprägt. Die Temperatur variiert zwischen 23 und 26 Grad Celsius. Die Sierra, auf der anderen Seite, hat eine regnerische, kalte Jahreszeit von November bis April und eine Trockenzeit von Mai bis Oktober. Die Temperatur liegt hier zwischen 13 und 22 Grad Celsius. Im Amazonas ist das Klima zwischen Januar und September regnerisch und feucht, mit Temperaturen zwischen 23 und 26 Grad Celsius, und trocken in den Monaten Oktober bis Dezember. Auf den Galapagos Inseln ist das Klima gemäβigt mit Temperaturen von 22 bis 32 Grad Celsius.